In nur einem einzigen Arbeitsgang ermöglicht dieses Verfahren TV-Untersuchung, Muffenprüfung und Muffensanierung. Mit einer mobilen Kamera wird der schadhafte Kanal durchfahren, und es werden dabei kritische Stellen (Rohrmuffen und mögliche kleine Risse) lokalisiert.
Anschliessend überprüft der mit der Kamera verbundene Packer die kritische Stelle mit Druckluft oder Druckwasser. Handelt es sich um eine Schadstelle, wird eine Injektionslösung in das Leck gepresst. Da die verpresste Flüssigkeit eine ähnlich geringe Viskosität wie Wasser besitzt, kann sie in alle Hohlräume eindringen und diese versiegeln. Lage, Art und Ausmass des Schadens, sowie die gesamte Sanierung werden auf einem Videoband aufgezeichnet, der Verpressvorgang wird in einem Computerprotokoll festgehalten.
Im ausgehärteten Zustand und in Verbindung mit jeglichem Bodenmaterial ist das Injektionsmittel äusserst flexibel, nicht korrosiv, chemisch beständig und sehr druckfest. Dabei ist es umweltfreundlich und grundwasserneutral.
Das Posatrynverfahren wird auch für die Abdichtung von Kanälen mit grossen Durchmessern (schliefbar) und von Schächten angewandt. In diesen Fällen wird jedoch mit einer Injektionslanze gearbeitet.