Feststellung von Fehlanschlüssen mittels Rauchproben
Die Schmutzwasserleitung wird unter Einsatz eines starken Gebläses mit einem speziellen Signalnebel gefüllt. Dieser Nebel kann an den Punkten, an denen regulär Schmutzwasser in das Kanalsystem eingeleitet wird (WC, Waschbecken etc.) wegen der eingebauten Geruchsverschlüsse nicht austreten. Hingegen wird der Signalnebel an Einleitungspunkten von Regenwasser (z.B. Dachrinnen, Regenroste etc.) sichtbar. Die Nebelaustritte werden fotografiert, die dazugehörige Dokumentation dient als Beweismittel für die Existenz eines Fehlanschlusses.
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Feststellung von Fehlanschlüssen mittels Färbetests
A) Überprüfung von Regenwasserableitungen:
In Fällen, in denen der Rauch wegen z.B. eines Geruchsverschlusses im Regenfallrohr oder wegen zu großer Entfernung des geprüften Gebäudes vom zugehörigen Schmutzwasserschacht in nicht oder nur gering sichtbarer Menge an der Dachrinne austreten kann, wird alternativ zur Rauchprüfung bzw. als deren Ergänzung die Methode des Färbetests angewandt. Hierbei wird mit einer stark färbenden Lebensmittelfarbe versetztes Wasser in die Regenwasserleitung eingegeben. Im Falle eines Fehlanschlusses wird das gefärbte Wasser im Schmutzwasserschacht sichtbar, wo es fotografiert wird. Das entsprechende Foto dient als Beweismittel für die Existenz eines Fehlanschlusses.
B) Überprüfung von Schmutzwasserableitungen:
Auch zur Feststellung einer Fehleinleitung von Schmutzwasser in den Regenwasserkanal wird die Methode des Färbetests angewendet. In diesem Fall wird das mit Lebensmittelfarbe eingefärbte Wasser innerhalb des geprüften Gebäudes in die Toilette oder ein Waschbecken gegeben und geprüft, ob dieses Wasser in einem Regenwasserschacht oder bei einem Auslauf in einen Bach sichtbar wird. Falls dieses zutrifft, dient ein Foto hiervon als Beweis für einen Fehlanschluss.
